UMTS
Universal Mobile Telecommunications System, kurz UMST, bildet den neuen Mobilfunkstandard mit einer wesentlich höheren Datenübertragungsrate (384 kbit/s bis 7,2 Mbit/s). Mit der Einführung des UMTS ergeben sich viele erweiterbare und leistungsfähigere Möglichkeiten in der Mobilfunknutzung. So kann man nun Features wie die lang ersehnte Videotelephonie, den mobilen Internetzugang, Standort bezogene Dienste, wie die persönliche Navigation oder das mobile Fernsehen über ein Mobilfunkgerät nutzen. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Endgerät, im Vergleich zum GSM, mehrere Datenströme empfangen bzw. versenden kann. Dies äußert sich für den Verbraucher in der Weise, dass er nun, zum Beispiel, gleichzeitig telefonieren und Emails empfangen kann. Bei solch einer Aussicht ist es nicht zu verdenken, dass mittlerweile nun über 16 Millionen Kunden in Deutschland auf das neue System umgestiegen sind. Im Sommer 2000 nahm die Bundesrepublik Deutschland umgerechnet rund 50 Milliarden Euro mit der Versteigerung der UMTS Lizenzen ein. Somit hatten die Mobilfunkbetreiber ca. 614 Euro pro Einwohner ausgegeben, weswegen der Durchbruch dieses Systems lange auf sich warten ließ.
Nach einigen Probeläufen, im Jahre 2003, jedoch wurde das UMTS kommerzialisiert. Aber nicht nur Handys kann man mit UMTS nutzen. Mit einer speziellen Karte ausgestattet lässt sich der mobile Internetzugang auch an Notebooks oder auch an heimischen Computern nutzen.